Jugend will bessere Regeln für eine nachhaltige Ernährung

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Öffentlich geförderte Fairteilstationen für gerettete Lebensmittel, transparentere Produktsiegel, Abschaffung des "Containern"-Verbots – so lauteten einige der Forderungen, die die Teilnehmenden eines MehrWert-Workshops beim Jugendverbraucher:innenwochenende in Berlin formulierten.
Mehrere Personen sitzen diskutierend an einem Tisch
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Wie kann und soll der jugendgerechte Verbraucherschutz in Zukunft aussehen? Was ist jungen Erwachsenen in Bezug auf nachhaltigen Konsum wichtig? Worum sollte sich die Politik dringend kümmern? Darum ging es  beim Jugendverbraucher:innenwochenende in Berlin.

25 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet waren eingeladen, Workshops und Impulsvorträge zu verschiedenen Themen des Verbraucherschutzes zu besuchen und im Anschluss Forderungen zu formulieren, die in einer Pressekonferenz der Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Dr. Christiane Rohleder, übergeben wurden.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Jugend-Verbraucher-Dialog (JVD), einem Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. Aktiv beteiligt waren neben den Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen unter anderem auch das Projekt Verbraucherchecker und Dr. Vera Fricke, Leiterin des Teams Verbraucherbildung im Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Zahlreiche junge Menschen stehen nebeneinander im Bundesverbraucherschutzministerium
Übergabe der Forderungen zu jugendgerechtem Verbraucherschutz an Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder im BMUV. Foto: Bettina Ausserhofer

Nach der Klärung von generellen Fragen zu Verbraucherschutz und Verbraucherschutzorganisationen in Deutschland und der EU hatten die jungen Leute schließlich die Auswahl aus Workshops zu vier Themenbereichen: "Verbraucherschutz durch nachhaltige Produktion", "Grenzüberschreitende Mobilität und Verbraucherschutz im digitalen Raum", "Die erste eigene Wohnung: Analoge und digitale Herausforderungen" sowie "Verbraucherschutz durch klimafreundliche Ernährung". Zu letzterem gab Dominique Choina aus dem MehrWert-Projekt einen Input und leitete die anschließende Diskussion und das Erarbeiten von Kernforderungen für die Pressekonferenz mit der Staatsekretärin.

Aufklärung, Transparenz und Fairness sind den jungen Leuten wichtig

Insgesamt waren den Teilnehmenden im Alter von 18 bis 23 Jahren, die bereits viel Vorwissen mitbrachten, die folgenden Aspekte besonders wichtig:

  • Die Haftungsfrage zum Verkauf von Produkten nach Ablauf des MHD sollte überarbeitet werden.
  • Es sollte öffentlich geförderte Fairteilstationen für gerettete Lebensmittel geben.
  • Es sollte staatliche Definitionen von Werbebegriffen wie regional, klimaneutral und recycelbar geben.
  • Es sollte eine Beschränkung von Werbesiegeln auf Produkten geben.
  • Es sollte eine Besteuerung geschaffen werden, die eine gesunde und klimagerechte Ernährung fördert.
  • Es sollte Aufklärungsarbeit durch eine zielgruppengerechte Kommunikation geben.
  • Das sogenannte Containern sollte nicht mehr verboten sein.
  • Der Nutri-Score sollte verständlicher gestaltet werden.

Als wichtigste Themen der Pressekonferenz kristallisierten sich die Forderungen nach mehr Verbraucherbildung sowie Transparenz bei Labeln heraus – Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder erklärte in ihrem Schlussstatement, sich dieser Themen besonders annehmen zu wollen.

Einen ausführlichen Bericht zum Jugendverbraucher:innenwochenende gibt es hier.

 

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